Wenn man ein Pferd korrekt gymnastiziert, dann ist es egal, ob das gut
aussieht, auch wenn viele meinen, der Kopf muß unten sein, weil das optisch hübscher ist. Das ist ja vollkommen egal, ich kenne auch Westernpferde, die den Kopf nicht "in Anlehnung" haben, und trotzdem den Rücken tragen. Wobei das in der früheren Gebrauchsreiterei wohl auch noch nicht als sooo wichtig angesehen wurde.
Es ist einfach so, daß ein Pferderücken bei weitem nicht so stabil ist, wie es von vielen scheinbar angenommen wird. Man muß das Pferd nicht zu etwas zwingen, denn das bringt eh nichts. Man muß mit dem Pferd einen Weg finden, der für das Pferd angenehm ist, aber eben auch nicht auf die Gesundheit des Pferdes geht. Das ist bei Rai meines erachtens nicht gegeben. (jedenfalls nicht, wenn man es umsetzt wie auf der HP propagiert, sprich, im Stuhlsitz draufsetzen, weil das Pferd dann automatisch mit der HH Last aufnimmt, und dann das Pferd einfach machen lassen).
http://www.happyhorseslangenau.de/skelett.html
Geh mal auf diesen Link, und guck Dir das Skelett des Pferdes an. Guck Dir an, wie die Dornfortsätze des Pferdes stehen, an der Stelle, an der der Reiter sitzt. Und nun überleg Dir, was passiert, wenn das Pferd nur mit der Brückenkonstruktion der Wirbelsäule versucht, ein Gewicht durch die Gegend zu tragen.
Der Rücken des Pferdes ist mit einer Hängebrücke vergleichbar. Die Wirbelsäule ist der Teil der Hängebrücke, auf die Gewicht kommt. Daß dieses Gewicht den Rücken nicht nach unten durchbiegt (und das ist nicht umbedingt auf den ersten Blick ersichtlich, nicht jedes Pferd was beim reiten den Rücken durchhängen läßt, hat auch automatisch einen Senkrücken oder so) muß eine weitere Konstruktion mit einbezogen werden, die dafür sorgt, daß das Pferd mit dem Gewicht im Sattel möglichst gut zurechtkommt, und keine gesundheitlichen Schäden davonträgt.
Das Nackenband kommt vom Proc. Occipitalis (der liegt hinten am Kopf) und verbindet sich mit jedem Dornfortsatz. Dieser kann dafür sorgen, daß die Dornfortsätze auseinandergezogen werden. (denn das ist nicht die Aufgabe des Rückenmuskels, das sollte auch noch mal betont werden). Sprich, das Pferd was den Kopf nach vorwärts abwärts streckt, spannt das Nackenband, und kann damit dann die Last des Reiters deutlich besser tragen.
Natürlich kann man auch sagen, daß einem das alles komplett egal ist.... aber dann bringt es auch nicht mehr, daß ich auf die Psyche des Pferdes eingehe, und ihm damit auf Dauer körperliche Schmerzen zufüge. Das ist in meinen Augen genauso verwerflich, als wenn man das Pferd als Sportgerät mißbraucht, und keinerlei Rücksicht drauf nimmt, daß es ein Lebewesen ist, das auch Bedürfnisse und Gefühle hat.