sandy hat geschrieben:wie habt ihr denn angefangen? ich wollte mich eigentlich nicht mit aufgeschlagenem buch in der hand auf die weide stellen

Als ich meine Stute neu hatte - sie war fast roh - fand ein Kurs mit Steve Halfpenny in unserem Stall statt. Da habe ich mich gleich angemeldet. Es war ein Wochenendkurs und ich war wirklich totale Anfängerin und - fürchte ich - auch noch eine talentfreie Zone. Ich habe mich gleich dreimal mit meinem eigenen Seil gefesselt und bin lang hingeflogen.
Eine seiner Instructors kam danach einmal im Monat in unseren Stall und hat mir (und anderen, aber einzeln natürlich) Unterricht gegeben. Das war toll. Die Begabteste bin ich wirklich nicht - bin zu hektisch - ,aber immerhin ist meine dominante und zickige Stute so gut an der Hand ausgebildet, dass ich im vergangenen Herbst auf Anhieb eine geführte Gelassenheitsprüfung (ohne vorheriges Training) mitlaufen konnte. Ohne Probleme.
Ich würde jedem raten, erst mal einige Zeit bei einem Instructor zu lernen, damit man es richtig beigebracht bekommt. Ich jedenfalls kann mir selbst aus noch so guten Büchern nichts beibringen.
Wenn ich es einmal einigermaßen kann, dann allerdings lese ich gerne in den Büchern nach und profitiere dann davon, da ich das Gelernte dann vertiefen kann. Umgekehrt geht es bei mir nicht. (Das ist beim Reiten genau dasselbe. Mir muss z.B. ein RL erklären, wie ich ein Schulterherein reite, danach kann ich es dann nachlesen und dann noch besser verstehen).
Momentan lernt mein Pferd die Langzügelarbeit kennen. Das hat nun mit Parelli, bzw. Halfpenny nichts zu tun ,sondern ist sozusagen Altklassik -Wiener Hofreitschule

. Aber ich habe den Eindruck, dass mein Pferd durch NHS sehr gut vorbereitet war und vielleicht darum alles rasend schnell versteht. (Sie ist allerdings sowieso eine Kluge!!!)