"Pferderennen sind Tier Quälerei"
– diese Aussage höre ich in letzter Zeit des öfteren und um zu zeigen, das dem nicht so ist habe ich diese Seite gemacht. Deshalb sag ich mal was zu einigen Vorwürfen die bei diesem Thema immer kommen.
Gleichzeitig möchte ich alle Rennsportgegner bitten nicht alles immer auf jeden Rennsportfreund zu übertragen denn es gibt immer Schwarze Schafe und die, die nicht dazu gehören müssen dann meistens drunter leiden. Voran ein Zitat von Monty Roberts:
"Leute, die mit Pferderennen zu tun haben, behaupten oft, es handle sich um eine Aktivität, die den Pferden spaß macht. Ich glaube das stimmt. Außerdem behaupten sie das Pferde bereits im Alter von wenigen Tagen mit anderen Fohlen um die Wette laufen. Das ist von der Natur als Teil des Überlebensprozesses, so eingerichtet um die Pferde zu Trainieren und zu Konditionieren. Wenn dem Jungen Pferd das Rennen nicht schon von frühster Jugend an spaß machen würde, viele es Raubtieren zum Opfer, noch bevor es Zeit hätte, sich zu Reproduzieren...Meiner Meinung nach Rennen Pferde wirklich gerne, und ich liebe Rennen."
Monty Roberts, Das Wissen der Pferde und was wir Menschen von ihnen lernen können
Aussagen wieso Pferderennen Quälerei sind:
1. "Beim Rennen werden die Pferde nur geschlagen damit sie schnell laufen"
Dazu braucht man gar nicht viel sagen - diese Aussage ist schlicht und einfach falsch. Die Gerte des Reiters dient als verlängerter Arm und wird so auch eingesetzt. Und das auch nur 7 mal. Wird eine Gerte nämlich mehr als 7 mal eingesetzt erhält der reiter eine Strafe und kann sogar gesperrt werden. Wenn es von der seite so aussieht als würde der Reiter sein Pferd schlagen, zeigt er ihm oft die Gerte nur, sonst würden wohl bald alle Reiter gesperrt sein denn von der Seite aus betrachtet sieht es manchmal wirklich so aus als würde der Reiter 10 mal und mehr auf das Pferd einhauen, im Übrigen: nicht umsonst gibt es richtlinien zur Länge der Gerte, ein Lehrling darf nicht die selbe Gertenlänge benutzen wie ein Profie, eben weil er noch lernen muss damit umzugehen damit er dem Pferd NICHT weh tut, den die Gerte ist nicht zum drauflosschlagen sondern zum Antippen da
2. "Die Pferde bekommen ständig Doping ins Futter"
Also über diese Aussage kann man echt nur Lachen. Schon mal was von Dopingkontrollen gehört??? Die gibt’s wirklich (echt *g*)! Wenn ein Pferd nach dem Rennen geprüft wird und man findet Doping Spuren in Blut oder Urin wird es erstens Disqualifiziert, zweitens kommt es zu einer Untersuchung wer das Doping gegeben haben könnte und drittens kann dadurch Trainer wie Besitzer die Lizenz Verlieren. Heute wird also echt nur ganz selten gedopt. Ein Beispiel: Die Zahl der Doping fälle in Deutschland hat sich in den letzten Jahren ständig verringert. Nach einer Statistik des Kontrollausschusses des Dach-Verbandes in Köln wurden in der Saison 2001 insgesamt 992 Proben von Pferden nach Rennen entnommen. In nur 4 Fällen waren die Befunde Positiv. Also echt: in Deutschland dopt heute kein Mensch mehr...zumindest keine Pferde – bei den Jockeys sollte man da eher mal Kontrollieren....
3. "Die Pferde laufen nur aus Angst"
Dies ist eine These die irgendein Mensch (der von Pferden wahrscheinlich nicht mehr weiß als das sie vier Beine haben und namentlich Horst Stern heißt und Journalist ist) mal mit großem Tamtam aufgestellt und begründet hat. Pferde sind Fluchttiere. Im Rennen entsteht aufregung, die Pferde bekommen Panik und laufen aus Angst so schnell es geht. Klingt doch Logisch, oder? Das dachten sich viele und heute ist es immer noch ein weitverbreiteter glaube das dies auch wirklich zutrifft, und das obwohl jeder der Ahnung von Pferden hat wissen müsste das es nicht so ist! Nun kommen wir also zur Wiederlegung dieser These, und der muss nun wirklich jeder Logisch Denkende Mensch zustimmen können. Das Pferde Fluchttiere sind hat Herr Stern immerhin schon mal richtig erkannt. Allerdings scheint er (Renn)Pferde nicht nur für große Feiglinge sondern auch noch für sehr dumm zu halten. Wäre das nicht so und würde er sich besser mit Pferden auskennen wüsste er das der Fluchtinstinkt bei Pferden nicht nur ein "Nix wie weg" Verhalten auslöst sondern vorallem auch das Bedürfniss wehrend des Wegrennens Deckung in einer Herde zu suchen. Denn: wer nicht von anderen Tieren umgeben ist ist verletzbarer. Nur wenige Pferde trauen sich aus der sicherheit der Herde hinaus aus eben dieser und auf eine einzelposition in der sie gut angegriffen werden können. Daraus schließen wir: Rennpferde die nach vorne laufen um zu gewinnen sind alles, aber keine Angsthasen! Es sind Persönlichkeiten die mutig genug sind aus dem Schutz der Herde zu gehen und zu Gewinnen. Den wer glaubt ein Pferd könnte Sieg und Niederlage nicht unterscheiden unterschätzt seine Intelligenz gewaltig! Nun nachdem wir also die These das ängstlicheste Pferd sei immer das schnellste Wiederlegt haben dürfte auch jedem klar sein das Rennpferde nicht nur aus Angst laufen, ein Pferd ins Rennen zu schicken das angst hat wäre das Sinnloseste was ein Trainer machen könnte.
4. "Den Pferden wird der Wille gebrochen"
Auch diese Aussage ist vollkommener Blödsinn. Wenn man einen Rennpferd den Willen bricht hat es auch keinen Kampfgeist mehr. Es läuft halbherzig und gibt sich im Finish keine Mühe. Mit einen solchen Pferd kann man keinen Endkampf Gewinnen, es wird immer verlieren oder nur durch Zufall gut laufen. Deshalb wehre es total unlogisch einem Rennpferd den Willen zu brechen denn damit erreicht man genau das was man eigentlich vermeiden will.
5. "Die Pferde werden zu früh Eingeritten
Ein Vorwurf den ich öfters höre und der auch mir oft zu Denken gibt, da er leider nicht unbegründet ist. Es stimmt das es Trainer gibt die ihre Pferde sehr früh Einreiten oder Einreiten lassen müssen (z.B. auf Wunsch des Besitzers). Da muss ich mal wieder unser großes "Vorbild" USA erwähnen...die sind da echt die schlimmsten. Bei uns in Deutschland hält sich hingegen vieles in Grenzen. Pferde die ein hohes Potential haben werden so Eingeritten das sie dieses Potential nicht zu früh wieder verlieren und werden sehr früh aus dem Geschäft genommen damit die Knochen und Gelenke keinen Schaden nehmen. Pferde die kein besonderes Potential zeigen werden meist so mit 2 oder später Eingeritten - für mich Persönlich immer noch zu früh! Diese Pferde kommen aber meist von großen Besitzern die mit ihnen Geld verdienen wollen (wieder was, was mir nicht passt aber wohl in jeder Reitsportart so ist). Der Großteil der Rennpferde gehört kleinen Privat Besitzern die kein Geld mit ihnen verdienen wollen, sonder ihre Pferde lieben. Solche Besitzer verzichten so ziemlich immer auf ein zu frühes Einreiten (wie auch die meisten Trainer) und lassen ihre Pferde "erst" mit 3 erste Rennen gehen.
Aber dieses Thema ist echt eine heikle Sache und ich finde das der Vorwurf des zu frühen Einreitens der einzige ist den ich nicht komplett abwehren kann. Nur sollte man sich hüten diesen Vorwurf allen zu machen (so wie Milli in meinem Gästebuch), denn er trifft (Gott sei Dank) nicht auf alle zu...
ps: les dir das mal durch das steht auf unsrer Dresdner Gallopprennbahn hp

habe ich mal gefunden diese seite